art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zum 80. Geburtstag des Physikers und Künstlers Herbert W. Franke







Computergrafiken: Herbert W. Franke

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Bad Tölz | Marionetten-Theater

Der Kristallplanet (Wiederaufnahme)

Ein multimediales Marionettenspiel aus der Zukunft von Herbert W. Franke
Der Kristallplanet
Szenen aus "Der Kristallplanet"

Mit großem Publikums-Erfolg startete das Marionettenstück "Der Kristallplanet". Das multimediale Marionettenstück aus der Zufunkt wurde anlässlich des achtzigsten Geburtstags des renommierten Science-Fictions-Autors Herbert W. Franke uraufgeführt.

Es ist nicht nur das erste Marionettenspiel mit einer Handlung aus der Zukunft, sondern verbindet zudem erstmals klassische Bühneneffekte mit modernster Tricktechnologie, die Maly-Motta und Bille speziell für dieses Stück entwickelten. Neben konventionellen Tricktechniken kommen auch spezielle Mikrotricks sowie Computeranimationen zum Einsatz. Maly-Motta und Bille haben im Lauf der letzten Jahre bereits etliche eigene Bühnentricks für Aufführungen wie Orffs "Die Kluge" oder Mozarts "Zauberflöte" konzipiert. Diese wurden für "Der Kristallplanet" durch modernste Mikrotricks ergänzt. Die Landschaft des Kristallplaneten entstand im "Institut für wissenschaftliche Fotografie" von Christina und Manfred P. Kage mit modernster Video-Mikroskopie kristalliner Mikro-Strukturen.

Für die Sprachaufnahmen, die unter der Regie der Radio-/TV-Sprecherin Sabine Kastius entstanden, konnte ein Team bekannter Schauspieler und Sprecher gewonnen werden: Helmut Stange, Reinhard Glemnitz, Katja Schild, Armin Berger und Peter Weiss, die den Marionetten auf der Bühne mit ihren ausdrucksvollen Stimmen unverwechselbare Individualität geben.

Die Marionettenfiguren sowie das Bühnenbild werden für das historische Puppentheater mitten in der Altstadt von Bad Tölz in Kooperation mit Schülern der Meisterklasse an der Münchner Berufsfachschule für Holzbildhauerei entworfen.

Die Geschichte von "Der Kristallplanet"

In den modellhaften Handlungen der Romane, Stories und Hörspiele von Herbert W. Franke geht es zwar zuerst einmal um eine spannende Geschichte, dahinter aber steht die Auseinandersetzung mit ethischen und philosophischen Fragen.

Wie in seinen Romanen geht es Franke auch in diesem Marionettenspiel um die intellektuelle Auseinandersetzung mit Entwicklungen einer naturwissenschaftlich-technisch geprägten Zivilisation und um die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft.

Einer der ersten Vorstöße in die Räume außerhalb des Sonnensystems hatte zu einem neu entdeckten Planeten geführt, doch nach der geglückten Landung war die Verbindung mit dem Astronauten abgebrochen, der diese Reise allein unternommen hatte.

Nach vielen Jahren startete eine weitere Expedition zu diesem Planeten, nicht zuletzt um die Situation aufzuklären. Aber das ist nur der äußere Rahmen der Geschichte, in der es um mehr geht als um astronomische Erkenntnisse - ohne dass sich die Akteure dessen bewusst sind.

Offenbar hat sich in den letzten Jahrhunderten wenig verändert - es gibt viele Staaten, die in Konkurrenz zueinander stehen, wechselnde Verbündete suchen, offen oder versteckt Kriege führen, die eigene Meinung durchzusetzen versuchen, nach Macht streben...

Im Hintergrund aber besteht eine Behörde, ein Gremium aus wenigen Leuten - Wissenschaftler, Philosophen, Programmierer -, die das Geschehen weltweit überwachen und nur eingreifen, wenn es nötig erscheint.

Ort der Überwachung, aber auch der Eingriffe ist das "Netz", einem übergreifenden, alles umfassenden Internet vergleichbar. Die hinter den Handlungen der Behörde steckende Philosophie ist konservativ: Man glaubt erkannt zu haben, dass jeder soziale Fortschritt, jede wirksame Friedensbewegung, ja selbst (genetische) Eingriffe, die den Menschen gutartig und tolerant machen, zu unkontrollierten Veränderungen, zu sozialen Katastrophen führen könnten.

Das erklärt auch das Misstrauen der Verantwortlichen gegenüber einer Expedition in den Weltraum: Eine solche bewegt sich aus dem Bereich der Kontrolle heraus - die Konsequenzen könnten gefährlich sein.

Franke hat das Spiel mit den Figuren am Draht ganz gezielt als Allegorie für diese Geschichte gewählt, in der sich die Hauptakteure in Wirklichkeit nicht frei bewegen können, sondern auch auf der Bühne von einer anderen Instanz - dem Marionettenspieler im Hintergrund des Geschehens - geführt sind.

Das Team des Projektes

Regie und Computeranimationen:

Albert Maly-Motta

Technik und Bühnenkulisse:

Karl-Heinz Bille

Buch:

Herbert W. Franke

Mikrotrick:

Christina und Manfred P. Kage - Institut für wissenschaftliche Fotografie

Sprecher:

Armin Berger, Reinhard Glemnitz, Sabine Kastius, Katja Schild, Helmut Stange, Peter Weiss

Dialogregie:

Sabine Kastius

Marionetten und Bühnenbild:

Berufsfachschule für Holzbildhauerei

Organisation/PR:

Susanne Päch

Produzenten:

mce GmbH und Marionetten-Theater Bad Tölz

Weitere Aufführungen

Montag, 17. November, 19:30 Uhr - im Rahmen der Festwoche "100 Jahre Marionettentheater bad Tölz"
Weitere Details und Spielplan unter Telefon (08041) 74176 oder www.marionetten-toelz.de

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Gesellschaft für Computergrafik und Computerkunst e.V. Phantastische Bibliothek Wetzlar Deutsche Gesellschaft für Photographie Deutscher Taschenbuch Verlag mce GmbH Spektrum der Wissenschaft Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG

Die Zukunftsmaschine

Frankes beste Kurzgeschichten

Die Phantastische Bibliothek Wetzlar veröffentlicht mit dem Titel "Die Zukunftsmschine" Mitte März einen Sammelband mit den besten utopischen Kurzgeschichten von Herbert W. Franke. Sein erster Band mit superkurzen Short Stories, der bereits 1960 unter dem Titel "Der grüne Komet" bei Goldmann erschien, gilt als Klassiker der deutschen SF-Literatur. Der bibliophile Jubiläumsband kann bei der mce GmbH bestellt werden.

Die Zukunftsmaschine von Herbert W. Franke

Der Band enthält 49 Kurzgeschichten aus 49 Jahren, umfasst 285 Seiten und kostet 18,00 EUR.

Statement zum 80. Geburtstag von Herbert W. Franke

Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Nickel

Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Photographie

"Herbert W. Frankes Schaffen war stets geprägt von dem Gedanken, zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeit eine Brücke zu schlagen. Die Erzeugung meist abstrakter Kunst mit den unterschiedlichsten technischen Instrumenten - sei es ein Foto- oder Röntgenapparat, sei es ein Computer - war immer verbunden mit experimentellen Studien wie der Analyse von Wahrnehmung. Dabei spielte für ihn von Anfang an die "Visualisierung des Unsichtbaren" mit der Entdeckung ästhetisch reizvoller, aber dem Auge nicht direkt zugänglicher Strukturen eine wichtige Rolle. Im Bereich der Fotografie gehört das langjährige und aktive Mitglied der DGPh damit auch zu den Wegbereitern der generativen Fotografie, die inzwischen eine viel beachtete Richtung der apparativen Kunst geworden ist."

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