









Computergrafiken: Herbert W. Franke und Horst Helbig
6. Januar 2012: Einzelbilder von Computergrafiksystemen lassen komplexe Animationen entstehen – schaltet man 25 Bilder in der Sekunde hintereinander, erscheinen sie dem menschlichen Auge als laufender Film. So entstehen Filme, in denen Saurier und andere Vorzeittiere auftreten. Arbeiten Computersysteme in Echtzeit, dann ist die Bilderzeugung von 25 Einzelbildern innerhalb einer Sekunde möglich. Damit lassen sich auch interaktive phantastische‚virtuelle Welten‘ erschaffen, die der Besucher nicht nur durchwandern oder überfliegen, sondern sogar verändern kann.
Die immer größer werdenden Rechnerleistungen öffnen völlig neue Wege, um mit Bildern umzugehen. Für das vom Physiker und Mathematiker Stephen Wolfram begründete Mathematica Demonstrationsprojekt wurden von freiwilligen Mitarbeitern schon über 5000 interaktiv nutzbare Programme eingereicht, die sich jeder kostenlos über das Internet herunterladen kann, um damit auf der Basis von dreidimensional dargestellten Ansichten physikalische oder technische Experimente zu machen. Über zwanzig von diesen stammen von Herbert W. Franke, und davon ist nahezu die Hälfte der abstrakten Kunst gewidmet. Eine Spezialität von diesem Physiker und Künstler sind „Bildgeneratoren“, vergleichbar mit einer automatischen, aber vom Menschen teilweise steuerbaren Zeichenmaschine. Mit jedem der Programme kann der Benutzer nicht nur ein Bild, sondern Hunderte und mehr herstellen und auch als Film laufen lassen. Franke benutzt dabei ein Verfahren, das er schon 1956 beschrieben hat, als mit mechanischen Zeichengeräten die ersten Computergrafiken entstanden. Franke ist überzeugt, dass die künstliche Intelligenz künftig selbst kreativ schaffend tätig sein wird. Solche Bildgeneratoren sind für ihn der erste Schritt auf dem Weg zu einem Kunstroboter.
Zum Demonstrationsprogramm von Mathematica geht es hier.
1959 eröffnete das "Museum für angewandte Kunst" in Wien die Ausstellung "Experimentelle Ästhetik" mit Bildern des Physikers und Künstlers Prof. Dr. Herbert W. Franke. Zum ersten Mal auf dem alten Kontinent präsentierte ein anerkanntes Kunstmuseum eine umfängliche Ausstellung mit maschinell erzeugter Bildkunst – ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der elektronischen Künste.
Anlässlich dieses Jubliäums können Sie hier die Bilder dieser Ausstellung virtuell noch einmal erleben und Wissenswertes dazu erfahren. Heute gilt Franke weltweit als Pionier der elektronischen Kunst, der er über fünfzig Jahre hinweg nicht nur als Künstler, sondern auch als Theoretiker und Publizist wichtige Impulse verliehen hat.
Die Reihe "art meets science" fand im Frühsommer 2007 zum achtzigsten Geburtstag des Computerkünstlers und Literaten Prof. Dr. Herbert W. Franke an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich statt. In einem moderierten Wissenschafts-Talk diskutierte er mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Herkunft über Themen wie die Zukunft des Menschen, über die Entstehung von Kunst, über Fragen des Menschseins und der Künstlichen Intelligenz sowie Realität, Wahrnehmung und Cyberspace. Alle Veranstaltungen sind über einen Webcast abrufbar.
Leonardo 3000: Die alternative Schöpfung
"Kunst im Binärcode" - Computerkunst-Ausstellung mit Bildern von Herbert W. Franke
Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung"Homo sapiens: Unfall, Zufall oder Ziel der Natur?"
Weltraum-Texte im Planetarium der Sternwarte, präsentiert unter dem Licht der Sterne, mit einführenden Worten von Herbert W. Franke
Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung"Mensch spielt Gott - selbstlernende Automaten auf dem Vormarsch"
"Kunst im mathematischen Code" - mit Bildern von Herbert W. Franke
Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung"Von Menschen und Maschinen: Das Ich, die Emotion und die Kunst"
Ex machina - Frühe Computergrafik bis 1979: Die Sammlungen Franke und andere Stiftungen in der Kunsthalle Bremen. Herbert W. Franke zum 80. Geburtstag
Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung"Die universale Achterbahn: Im Netz der Illusion"
Multimedia-Ballett für eine Tänzerin und einen interaktiv eingreifenden Bildgestalter
Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung"Und Gott würfelt doch! Zufall und Notwendigkeit im Universum"
Unter Mitwirkung von Herbert W. Franke
Weitere Informationen und Webcast zur VeranstaltungDas Marionetten-Stück "Der Kristallplanet" von Herbert W. Franke: ein Theaterstück aus der Zukunft für vier Marionetten und multimediale Bühnentricks. Aufführungstermine und Infos
"Making Of" bei Hyperrraum.TV

Die Phantastische Bibliothek Wetzlar veröffentlicht mit dem Titel "Die Zukunftsmschine" Mitte März einen Sammelband mit den besten utopischen Kurzgeschichten von Herbert W. Franke. Sein erster Band mit superkurzen Short Stories, der bereits 1960 unter dem Titel "Der grüne Komet" bei Goldmann erschien, gilt als Klassiker der deutschen SF-Literatur. Der bibliophile Jubiläumsband kann bei der mce GmbH bestellt werden.

Der Band enthält 49 Kurzgeschichten aus 49 Jahren, umfasst 285 Seiten und kostet 18,00 EUR.
Bei der T-Systems Multimedia Solutions machte "art meets science" in Dresden Station. Das Thema des Wissenschafts-Talks in Elb-Florenz: "Mensch spielt Gott – selbstlernende Automaten auf dem Vormarsch". Spielt der Mensch mit Künstlicher Intelligenz Gott, sind Maschinen am Ende die besseren Menschen, und vollendet sich mit Robotern die Schöpfung? Um diese Fragen geht es an dem Abend zu Ehren von Franke.