art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zu Ehren des Physikers, Künstlers und Höhlenforschers Herbert W. Franke











Computergrafiken: Herbert W. Franke und Horst Helbig

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Das Schlaglicht

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„Die Rückkehr des grünen Kometen“ für den frisch gekürten Kurd-Lasswitz-Preisträger



Am 16. Juni fand in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar die öffentliche Geburtstagsfeier für Herbert W. Franke statt. Der Germanist Hans Esselborn, ein ausgewiesener Kenner der Werke von Franke und zusammen mit Ulrich Blode Herausgeber der derzeit erscheinenden Werkausgabe, würdigte das umfangreiche literarische Schaffen des Altmeisters der neuen deutschen Science Fiction. So hat Franke, wie Esselborn betont, lange vor den Autoren des Cyberpunks wie William Gibson virtuelle Vorgänge und „die perfekte Simulation zur Problematisierung des Wirklichkeits-Begriffs eingesetzt, wie sie auch die philosophische Richtung des radikalen Konstruktivismus versucht hat“.

Schon sein erstes Buch, 1960 in der damals neu geschaffenen Science-Fiction-Reihe von Goldmann veröffentlicht, gilt als Meilenstein der Gattung. „Der grüne Komet“, eine Sammlung von Kurzgeschichten mit einem Umfang von nur zwei oder drei Seiten, ist längst zu einem Klassiker geworden. Darin hat Franke ein literarisches Format geschaffen, das bis heute nachwirkt. Für Thomas Le Blanc, den Initiator und Vorstand der Phantastischen Bibliothek, ist die Sammlung von 65 Stories gar „ein Jahrhundertwerk“. Dies nahm die Stätte utopischer Literatur zum Anlass, mit „Die Rückkehr des grünen Kometen“ zum Jubiläum einen Band heraus zu bringen, in dem Autoren zu einem der darin enthaltenen Themen, dem Kontakt mit dem Andersartigen, Geschichten beisteuerten – auf ganz unterschiedliche Weise, aber alle im superkurzen Geschichtenformat Frankescher Prägung.

Die Übergabe des Bandes „Die Rückkehr des grünen Kometen“ an den Jubilar. Foto: René Antonoff

Aber Frankes Lebenswerk, für das er anlässlich dieser Feier auch die Urkunde für den diesjährigen Kurd-Lasswitz-Preis überreicht bekam, beschränkte sich nicht auf die Schaffung eigener Werke. Wie in der Computerkunst hat er sich auch in der Literatur um die Veröffentlichungen anderer Autoren große Verdienste erworben. Denn Franke hat die Szene seit dem Beginn der Goldmann-Reihe in den sechziger Jahren, der ersten für Science-Fiction-Literatur im Nachkriegs-Deutschland, maßgeblich als Herausgeber geprägt, später dann auch bei Heyne zusammen mit Wolfgang Jeschke. Ohne diese vielfältigen Aktivitäten Frankes, so meint Le Blanc, „gäbe es in Deutschland das nicht, was wir Science Fiction nennen“.

Der frisch gekürte Preisträger des Kurd-Lasswitz-Preises, den er dieses Jahr für sein Lebenswerk erhalten hat. Foto: René Antonoff

Auch sonst gab es noch Interessantes zu hören und zu sehen, darunter auch eine Werkschau phantastischer Grafiken von Herbert W. Franke, die nun bis Ende August in der Phantastischen Bibliothek der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Mehr dazu in dieser Zehn-Minuten-Reportage.



Frankes Romane sind als eBooks bei Heyne erhältlich. Eine komplette Werkausgabe mit mehr als zwanzig Bänden entsteht derzeit als Paperback sowie in einer limitierten bibliophilen Hardcover-Ausgabe im Verlag p-machinery in Murnau. Auch Dietmar Dath, Journalist und Schriftsteller, ehrte Frankes viel beachtetes erzählerisches Werk auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der ihm eigenen expressionistischen Sprachlichkeit. Es bereitet aber nicht nur Vergnügen, den Text zu lesen – Frankes künstlerisches Lebenswerk wird in „Die Stimme des Unbekannten“ zudem in besonderer Art beleuchtet.

"Experimentelle Ästhetik" - Museum für Angewandte Kunst, Wien

Zum fünfzigjährigen Jubiläum einer Ausstellung

1959 eröffnete das "Museum für angewandte Kunst" in Wien die Ausstellung "Experimentelle Ästhetik" mit Bildern des Physikers und Künstlers Prof. Dr. Herbert W. Franke. Zum ersten Mal auf dem alten Kontinent präsentierte ein anerkanntes Kunstmuseum eine umfängliche Ausstellung mit maschinell erzeugter Bildkunst – ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der elektronischen Künste.

Anlässlich dieses Jubliäums können Sie hier die Bilder dieser Ausstellung virtuell noch einmal erleben und Wissenswertes dazu erfahren. Heute gilt Franke weltweit als Pionier der elektronischen Kunst, der er über fünfzig Jahre hinweg nicht nur als Künstler, sondern auch als Theoretiker und Publizist wichtige Impulse verliehen hat.

Virtuelle Ausstellung besuchen.

Veranstaltungsreihe

Wissenschafts-Talks mit Herbert W. Franke

Die Reihe "art meets science" fand im Frühsommer 2007 zum achtzigsten Geburtstag des Computerkünstlers und Literaten Prof. Dr. Herbert W. Franke an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich statt. In einem moderierten Wissenschafts-Talk diskutierte er mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Herkunft über Themen wie die Zukunft des Menschen, über die Entstehung von Kunst, über Fragen des Menschseins und der Künstlichen Intelligenz sowie Realität, Wahrnehmung und Cyberspace. Alle Veranstaltungen sind über einen Webcast abrufbar.

Alle Veranstaltungen

24. Mai 2007 | Wien

Künstlerhaus Wien

Wissenschafts-Talk:

Leonardo 3000: Die alternative Schöpfung

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im Binärcode" - Computerkunst-Ausstellung mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

6. Juni 2007 | Berlin

Archenhold Sternwarte

Wissenschafts-Talk:

"Homo sapiens: Unfall, Zufall oder Ziel der Natur?"

Multimedia-Performance im Planetarium:

Weltraum-Texte im Planetarium der Sternwarte, präsentiert unter dem Licht der Sterne, mit einführenden Worten von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

14. Juni 2007 | Dresden

T-Systems Multimedia Solutions

Wissenschafts-Talk:

"Mensch spielt Gott - selbstlernende Automaten auf dem Vormarsch"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im mathematischen Code" - mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

20. Juni 2007 | Bremen

Kunsthalle Bremen

Wissenschafts-Talk:

"Von Menschen und Maschinen: Das Ich, die Emotion und die Kunst"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

Ex machina - Frühe Computergrafik bis 1979: Die Sammlungen Franke und andere Stiftungen in der Kunsthalle Bremen. Herbert W. Franke zum 80. Geburtstag

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

5. Juli 2007 | Karlsruhe

ZKM

Wissenschafts-Talk:

"Die universale Achterbahn: Im Netz der Illusion"

Aufführung "Hommage à E. M.":

Multimedia-Ballett für eine Tänzerin und einen interaktiv eingreifenden Bildgestalter

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

12. Juli 2007 | München

Akademie der Bildenden Künste München

Wissenschafts-Talk:

"Und Gott würfelt doch! Zufall und Notwendigkeit im Universum"

Multimediale Computerkunst-Performance:

Unter Mitwirkung von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

Mit-Veranstalter

Medienpartner

Sponsor

Gesellschaft für Computergrafik und Computerkunst e.V. Phantastische Bibliothek Wetzlar Deutsche Gesellschaft für Photographie Deutscher Taschenbuch Verlag mce GmbH Spektrum der Wissenschaft Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG
Herbert W. Franke
Kunst-Karten-Kaufen

Bad Tölz
Marionettentheater

Der Kristallplanet

Das Marionetten-Stück "Der Kristallplanet" von Herbert W. Franke: ein Theaterstück aus der Zukunft für vier Marionetten und multimediale Bühnentricks. Weitere Infos zum Kristallplanet. Das "Making Of" finden Sie auf Hyperrraum.TV

Der Kristallplanet

Die Zukunftsmaschine

Frankes beste Kurzgeschichten

Die Phantastische Bibliothek Wetzlar veröffentlicht mit dem Titel "Die Zukunftsmschine" Mitte März einen Sammelband mit den besten utopischen Kurzgeschichten von Herbert W. Franke. Sein erster Band mit superkurzen Short Stories, der bereits 1960 unter dem Titel "Der grüne Komet" bei Goldmann erschien, gilt als Klassiker der deutschen SF-Literatur. Der bibliophile Jubiläumsband kann bei der mce GmbH bestellt werden.

Die Zukunftsmaschine von Herbert W. Franke

Der Band enthält 49 Kurzgeschichten aus 49 Jahren, umfasst 285 Seiten und kostet 18,00 EUR.

"art meets science" in der
Akademie der Bildenden Künste

Die Abschluss-Veranstaltung "art meets science" in der Akademie der Bildenden Künste München führte Prof. Dr. Herbert W. Franke (2.v.r.) mit dem Chemiker Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Nickel (2.v.r.) und dem Mathematiker Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber (r.) vom Schweizer Institut für Künstliche Intelligenz zusammen. Sie diskutierten unter der Moderation von Susanne Päch (l.) über "Zufall und Notwendigkeit im Universum".

Alle Veranstaltungen