art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zu Ehren des Physikers, Künstlers und Höhlenforschers Herbert W. Franke











Computergrafiken: Herbert W. Franke und Horst Helbig

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Das Schlaglicht

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Kunsterlebnis – Wirkungsmechanismus zwischen Emotion und Kognition



8.6.2015: Herbert W. Franke befasst sich seit Jahrzehnten mit Fragen der Wahrnehmungstheorie der Kunst, die nicht mehr den Künstler, sondern den Rezipienten ins Zentrum der Betrachtung rückt. HYPERRAUM.TV hat in Kooperation mit "art meets science" einen Science Talk mit ihm produziert. Im Gespräch mit Susanne Päch spricht er über den Beginn dieser informationstheoretischen Forschungsrichtung in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bei Max Bense, der als Philosoph und Mathematiker noch auf der Suche nach den exakten Regeln der „absoluten Kunst“ war. Danach haben Informationstheoretiker damit begonnen, die Wirkung von Kunst in den Kontext der Psychologie – also der individuellen Wahrnehmung mit der sinnesphysiologischen Datenverarbeitung - zu rücken. Sie hängt von Vorkenntnissen und Prägungen des Individuums ab, das das Wahrnehmungsangebot mit seinen Sinnen analysiert und personalisiert das Erlebnis von Kunst. Erst heute rückt auch die Hirnforschung solchen Fragen der Informationsverarbeitung im Gehirn näher und hat mit der Entdeckung der Spiegelneuronen eine konkrete Erklärung, wie es im Hirn dazu kommt, dass der Mensch sich in die Situation eines anderen hineindenken kann – für Handlungskünste wie Film oder Literatur ebenfalls von großer Bedeutung. Kann er dieses entschlüsseln, löst das im Rezipienten einen Lernprozess aus, so dass der Kunst auch eine Rolle beim Lernen von Verhalten zukommen kann. Wird das Kunstwerk vom Rezipienten „entschlüsselt“, dann löst diese Decodierung zudem positive Emotionen aus – für Franke jener höchst subjektive Moment, in dem ein Wahrnehmungsangebot zur „Kunst“ wird.



Im zweiten Teil des Gesprächs stellt Franke nach einer kurzen Einführung sein „Mehrebenen-Modell“ der Kunst vor: ein Kunstwerk solle möglichst viele Interpretationsebenen zur neuronalen „Sinnes-Deutung“ durch den Rezipienten anbieten. So könne das Wahrnehmungssystem des Menschen, dessen Aufgabe es ist, die Welt zu erkennen und zu erforschen, auch durch die Kunst geschult werden. Je mehr Interpretationsebenen in einem künstlerischen Wahrnehmungsangebot für ganz unterschiedliche Rezipienten vorhanden sind, desto besser eignet es sich als Gelegenheit zur Übung kognitiver Fähigkeiten, meint Franke – der dem Künstler damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zukommen lässt. Wird es möglich, Regeln für die Wahrnehmung von Kunst zu definieren, dann könnten künftig sogar intelligente Maschinen die Produktion von Kunst übernehmen.

"Experimentelle Ästhetik" - Museum für Angewandte Kunst, Wien

Zum fünfzigjährigen Jubiläum einer Ausstellung

1959 eröffnete das "Museum für angewandte Kunst" in Wien die Ausstellung "Experimentelle Ästhetik" mit Bildern des Physikers und Künstlers Prof. Dr. Herbert W. Franke. Zum ersten Mal auf dem alten Kontinent präsentierte ein anerkanntes Kunstmuseum eine umfängliche Ausstellung mit maschinell erzeugter Bildkunst – ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der elektronischen Künste.

Anlässlich dieses Jubliäums können Sie hier die Bilder dieser Ausstellung virtuell noch einmal erleben und Wissenswertes dazu erfahren. Heute gilt Franke weltweit als Pionier der elektronischen Kunst, der er über fünfzig Jahre hinweg nicht nur als Künstler, sondern auch als Theoretiker und Publizist wichtige Impulse verliehen hat.

Virtuelle Ausstellung besuchen.

Veranstaltungsreihe

Wissenschafts-Talks mit Herbert W. Franke

Die Reihe "art meets science" fand im Frühsommer 2007 zum achtzigsten Geburtstag des Computerkünstlers und Literaten Prof. Dr. Herbert W. Franke an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich statt. In einem moderierten Wissenschafts-Talk diskutierte er mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Herkunft über Themen wie die Zukunft des Menschen, über die Entstehung von Kunst, über Fragen des Menschseins und der Künstlichen Intelligenz sowie Realität, Wahrnehmung und Cyberspace. Alle Veranstaltungen sind über einen Webcast abrufbar.

Alle Veranstaltungen

24. Mai 2007 | Wien

Künstlerhaus Wien

Wissenschafts-Talk:

Leonardo 3000: Die alternative Schöpfung

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im Binärcode" - Computerkunst-Ausstellung mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

6. Juni 2007 | Berlin

Archenhold Sternwarte

Wissenschafts-Talk:

"Homo sapiens: Unfall, Zufall oder Ziel der Natur?"

Multimedia-Performance im Planetarium:

Weltraum-Texte im Planetarium der Sternwarte, präsentiert unter dem Licht der Sterne, mit einführenden Worten von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

14. Juni 2007 | Dresden

T-Systems Multimedia Solutions

Wissenschafts-Talk:

"Mensch spielt Gott - selbstlernende Automaten auf dem Vormarsch"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im mathematischen Code" - mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

20. Juni 2007 | Bremen

Kunsthalle Bremen

Wissenschafts-Talk:

"Von Menschen und Maschinen: Das Ich, die Emotion und die Kunst"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

Ex machina - Frühe Computergrafik bis 1979: Die Sammlungen Franke und andere Stiftungen in der Kunsthalle Bremen. Herbert W. Franke zum 80. Geburtstag

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

5. Juli 2007 | Karlsruhe

ZKM

Wissenschafts-Talk:

"Die universale Achterbahn: Im Netz der Illusion"

Aufführung "Hommage à E. M.":

Multimedia-Ballett für eine Tänzerin und einen interaktiv eingreifenden Bildgestalter

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

12. Juli 2007 | München

Akademie der Bildenden Künste München

Wissenschafts-Talk:

"Und Gott würfelt doch! Zufall und Notwendigkeit im Universum"

Multimediale Computerkunst-Performance:

Unter Mitwirkung von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

Mit-Veranstalter

Medienpartner

Sponsor

Gesellschaft für Computergrafik und Computerkunst e.V. Phantastische Bibliothek Wetzlar Deutsche Gesellschaft für Photographie Deutscher Taschenbuch Verlag mce GmbH Spektrum der Wissenschaft Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG
Herbert W. Franke
Kunst-Karten-Kaufen

Bad Tölz
Marionettentheater

Der Kristallplanet

Das Marionetten-Stück "Der Kristallplanet" von Herbert W. Franke: ein Theaterstück aus der Zukunft für vier Marionetten und multimediale Bühnentricks. Weitere Infos zum Kristallplanet. Das "Making Of" finden Sie auf Hyperrraum.TV

Der Kristallplanet

Die Zukunftsmaschine

Frankes beste Kurzgeschichten

Die Phantastische Bibliothek Wetzlar veröffentlicht mit dem Titel "Die Zukunftsmschine" Mitte März einen Sammelband mit den besten utopischen Kurzgeschichten von Herbert W. Franke. Sein erster Band mit superkurzen Short Stories, der bereits 1960 unter dem Titel "Der grüne Komet" bei Goldmann erschien, gilt als Klassiker der deutschen SF-Literatur. Der bibliophile Jubiläumsband kann bei der mce GmbH bestellt werden.

Die Zukunftsmaschine von Herbert W. Franke

Der Band enthält 49 Kurzgeschichten aus 49 Jahren, umfasst 285 Seiten und kostet 18,00 EUR.

"art meets science" im
Künstlerhaus Wien

Prof. Herbert W. Franke anlässlich des Pressegesprächs vor der Auftakt-Veranstaltung "art meets science" im Künstlerhaus Wien, die den Titel trug: "Leonardo 3000: die alternative Schöpfung". Dabei ging es unter anderem um die Frage, ob Kunst mittels mathematischer Formeln beschreibbar sei. Frankes Position war dabei eindeutig: Kunst könne man zwar mit Hilfe der Mathematik schon mehr oder weniger gut beschreiben, aber dennoch nicht bewerten, denn dies sei von der Wahrnehmung des einzelnen Individuums als Rezipient der Kunst abhängig.

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